Update! Ein großer Schritt zur Verkehrsentlastung und zu nachhaltiger Mobilität für Pfaffenhofen | Gastbeitrag

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17.01.2018

Die Ergebnisse der Hauptplatzumfrage sind für unsere Arbeit eine echte Bereicherung. Danke für Euren sachlichen Einsatz.  

Mir sagen die qualifizierten Antworten Folgendes: 


Die Höchstparkdauer am Hauptplatz müsste nur eine Stunde sein, es bedarf eines Kurzzeitpark-Modells für 15 Minuten kostenlos parken und es wären Komfort-Parkplätze, also breitere Parkplätze für Eltern mit Kinderwägen und Gehbehinderte, wünschenswert.

Diese Aspekte sollten unsere Experten für die weiteren Planungen auch aufgreifen.

Zudem befürwortet eine große Mehrheit verkehrsberuhigende Maßnahmen und sieht die Notwendigkeit zur Verbesserung des Stadtbusses in punkto Taktung und Anzahl der Haltestellen, sowie der Radlwege hinsichtlich Durchgängigkeit und Sicherheit.

Im Anerkennung des “Gravitationsmodells”, (Anziehung für Einzel-PKW verringern, gleichzeitig Alternativen, wie Bus und Radl erhöhen) reflektieren die Ergebnisse prinzipiell genau die bisher vorgeschlagenen Maßnahmen mit eben genannten Modifikationen der Parkoptionen.

Insbesondere aber eine Gestaltungsvariante zum Hauptplatz MIT Parkplätzen oben und unten, aber OHNE Durchgangsverkehr, dafür mit größeren Fussgängerbereichen.

Außerdem wünschen sich viele mehr Grün, also mehr Pflanzen und Bäume, und mehr konsumfreie Sitzgelegenheiten am Hauptplatz.

Bezüglich der Bürgerbeteiligung zeigt die Umfrage klar, dass die Pfaffenhofener selbst mitreden wollen. Allerdings nicht mittels einer einfachen Ja- oder Nein-Frage.

Der Stadtrat hatte ja bereits im November der Verwaltung den Auftrag gegeben, alle baulichen Maßnahmen zu planen und dann erneut vorzulegen, wie die Umsetzung aussehen könnte.

Ende Januar werden nun alle Fakten und Maßnahmen vorliegen, mit denen wir sachlich weiter diskutieren können.

Unsere historische Innenstadt, also der Bereich innerhalb des Altstadtrings, ist aufgrund ihrer besonderen, identitätsstiftenden Geschichte, aber auch aufgrund ihrer vielfältigen Nutzungsarten jede zusätzliche Diskussionsminute wert.

Verbesserung gehen allerdings nur, wenn wir bereit sind, Veränderungen zuzulassen.

Und was die Innenstadt angeht, hat Veränderung große Tradition!

Die Innenstadt unterliegt stetigem Wandel.

Und das nicht erst seit 2009, sondern durch die Jahrhunderte und mit allen Veränderungen des Zeitgeistes. So wie es keine Stadtmauer und Zollstationen mehr gibt, steht nach dem Konzept der „autogerechten Stadt“ aus den 60igern, beispielsweise heute das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“, mit sozialen und ökologischen Aspekten im Mittelpunkt.

Auch die Einführung der Selbstbedienung löste Anfang des letzten Jahrhunderts eine regelrechte Revolution im Handel aus. Anfang der 60er Jahre gelang dem Modell des Discounters der Durchbruch. Nach der Filialisierung und dem Erfolg der Discounter löst nun die Digitalisierung mit dem zunehmenden Online-Handel den nächsten Wandel aus.

Natürlich ist die Erreichbarkeit der Innenstadt durch alle Besucher nach wie vor von hoher Bedeutung, andererseits nützt die beste Erreichbarkeit alleine nichts, wenn die Attraktivität der Innenstadt unter zu starkem Auto-Verkehr leidet.

Es braucht also Antworten die den komplexen Zusammenhängen zwischen dem innerstädtischen Verkehr, der Attraktivität der Innenstadt und dem Erfolg des innerstädtischen Handels gerecht werden.

Wettbewerbsfähigkeit UND Lebensqualität! Erreichbarkeit UND Aufenthaltsqualität!

Gefühle oder alte Gewohnheiten sind dabei keine guten Berater.

So könnte es nun in meinen Augen weitergehen:

Step 1:
Erweiterung der Fußgängerbereiche hinterm Rathaus und die Nordseite des Hauptplatzes rauf bis zu Mariensäule inklusive Sonnenstrasse.

Plus mehr Bäume und konsumfreie Sitzgelegenheiten am Hauptplatz.

Step 2:
Verkehrslenkende und -beruhigende Maßnahmen an Westtangente und Altstadtring. (Siehe Planungen)

Step 3:
Und am Ende die Herausnahme des Durchfahrtsverkehrs bei Erhaltung der Parkplätze am oberen und unteren Hauptplatz.

Einverstanden?

Über die zeitliche Abfolge aller Maßnahmen sollte die Politik miteinander reden. Dazu besteht auch unsererseits Gesprächsbereitschaft.

Lediglich eine zeitliche Abhängigkeit von der neuen, seit jahrzehnten geplanten, Umgehungsstraße macht für uns keinen Sinn, da die Baumaßnahme nicht in kommunaler Hand liegt und leider noch lange auf sich warten lassen könnte.

Wir wollen uns an umsetzbaren Maßnahmen und realistischen zeitlichen Dimensionen orientieren.

Nach dem gestrigen Gespräch mit den Fraktionsspitzen, der Verwaltung, Verantwortlichen des Bürgerbegehrens und Mirgliedern der IG Mobilität, habe ich aber Hoffnung, dass wir alle einen guten Kompromiss finden können.

Pfaffenhofen braucht die beste Lösung. Die Fehler der Vergangenheit, bspw. die konzeptlose Tiefgaragendebatte 1998 und dann 10 Jahre Stillstand, werden wir nicht wiederholen.

In meiner Funktion als Parteivorsitzender nehme ich mit den Kollegen von der CSU gerne Kontakt auf um auszuloten ob und wie wir gemeinsam weiterkommen.

Wenns nach unserer Partei geht natürlich mit Vollgas in Richtung neuer Mobilität und Aufenthaltsqualität am Hauptplatz. Und wenn's garnicht anders geht, eben mit angezogener Handbremse.

Hauptsache die Richtung stimmt.

Markus Käser, 

SPD Pfaffenhofen 

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Wir sind die Stimme für nachhaltige Mobilität in Pfaffenhofen. Wir arbeiten für Alternativen zum individuellen KFZ-Verkehr, einen familien- und kinderfreundlichen ÖPNV, sowie mehr Aufenthaltsqualität auf öffentlichen Plätzen.

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Das Leitbild der „autogerechten Stadt“, das in den ersten Dekaden der Nachkriegszeit städtebauliches Ideal war, stellte das Auto in den Mittelpunkt eines erstrebenswerten Lebensmodells. Dieser Ansatz ist aber nicht mehr zeitgemäß. Heute stehen ökologische und soziale Aspekte im Mittelpunkt. Unser Ziel: Eine Mobilitätskultur nach dem Motto
„entschleunigt, leise und klimafreundlich“.

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